Informationen zur Gesundheitswirtschaft

Gesundheitswirtschaft umfasst die Erstellung und Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen, die der Bewahrung und Wiederherstellung von Gesundheit dienen.

Gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ist die Gesundheitswirtschaft eine der innovativsten und beschäftigungsintensivsten Branchen in Deutschland. Sie ist auch aufgrund der demografischen Entwicklung einer der Wachstumstreiber der Volkswirtschaft.

Das Gesundheitswesen wurde bis vor einigen Jahren primär unter Kostenaspekten betrachtet. Die Wertschöpfung dieser Branche und das Beschäftigungspotential blieben dabei unberücksichtigt. Diese Ansicht hat sich gewandelt. Die Gesundheitswirtschaft umfasst das Gesundheitswesen im engeren Sinne, seine Vorleistungs- und Zulieferindustrien sowie deren Randbereiche, die auch als Zweiter Gesundheitsmarkt bezeichnet werden.

Quelle: In Anlehnung an das Zwiebelmodell des Instituts für Arbeit und Technik (IAT)

Erstmals Zahlen zur Gesundheitswirtschaft in Sachsen
(Informationen des Statistischen Landesamtes Sachsen, November 2009)

Die Gesundheitswirtschaft wird zunehmend als wichtiger Bereich der Volkswirtschaft wahrgenommen, der einen wesentlichen Anteil bei der Generierung der Bruttowertschöpfung einnimmt und für viele Erwerbstätige Beschäftigungsmöglichkeiten und damit Einkommen sichert. Hierzu legt das Statistische Landesamt in Kooperation mit der TU Darmstadt erstmals Berechnungen zur Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen sowie zur Anzahl der Erwerbstätigen für die Jahre 1996 bis 2006 auf Landesebene vor. Anwendung fand der Wertschöpfungsansatz, welcher von Frau Dr. Ranscht und Herrn Dr. Ostwald am Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik der TU Darmstadt entwickelt wurde (1) .

Der Gesundheitswirtschaft werden dabei die volkswirtschaftlichen Bereiche zugeordnet, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die im Gesundheitswesen konsumiert werden bzw. für die Gesunderhaltung der Bevölkerung relevant sind.

Eingeschlossen in diese Berechnungen sind demnach neben dem Gesundheits- und Sozialwesen auch solche Unternehmen und Einrichtungen in Sachsen, deren Produkte oder Dienstleistungen im weitesten Sinne einen Bezug zum Gesundheitswesen haben. Hierzu gehören Industriezweige wie die Pharmazeutische Industrie, Handwerker wie die Orthopädieschuhmacher, aber auch Teile des Handels (z. B. Apotheken) oder der Forschung.

Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten des Statistischen Landesamtes Sachsen
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(1) Ranscht, A.: Quantifizierung regionaler Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft – am Beispiel ausgewählter Metropolregionen, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Berlin 2009;

       Ostwald, D. A: Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2008.

Informationssammlung des SMWA zur Gesundheitswirtschaft

Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Gesundheitswirtschaft

  • Eckdaten zur Gesundheitswirtschaft, Branchenskizze und Zahlen zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft:
  • Die Gesundheitswirtschaft ist das Schwerpunkthema des September-Berichts 2009 "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Im ersten Beitrag werden die enormen Wachstumspotenziale dieses Wirtschaftsbereiches beleuchtet.
Erstellt: 09.06.09 11:40:15
Letzte Änderung: 03.11.09 10:18:06 (andreas.werblow)