Informationen des Statistischen Landesamtes

Die Gesundheitswirtschaft wird zunehmend als wichtiger Bereich der Volkswirtschaft wahrgenommen, der einen wesentlichen Anteil bei der Generierung der Bruttowertschöpfung einnimmt und für viele Erwerbstätige Beschäftigungsmöglichkeiten und damit Einkommen sichert. Hierzu legt das Statistische Landesamt in Kooperation mit der TU Darmstadt erstmals Berechnungen zur Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen sowie zur Anzahl der Erwerbstätigen für die Jahre 1996 bis 2006 auf Landesebene vor. Anwendung fand der Wertschöpfungsansatz, welcher von Frau Dr. Ranscht und Herrn Dr. Ostwald am Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik der TU Darmstadt entwickelt wurde.

Der Gesundheitswirtschaft werden dabei die volkswirtschaftlichen Bereiche zugeordnet, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die im Gesundheitswesen konsumiert werden bzw. für die Gesunderhaltung der Bevölkerung relevant sind.

Eingeschlossen in diese Berechnungen sind demnach neben dem Gesundheits- und Sozialwesen auch solche Unternehmen und Einrichtungen in Sachsen, deren Produkte oder Dienstleistungen im weitesten Sinne einen Bezug zum Gesundheitswesen haben. Hierzu gehören Industriezweige wie die Pharmazeutische Industrie, Handwerker wie die Orthopädieschuhmacher, aber auch Teile des Handels (z. B. Apotheken) oder der Forschung.

Aktuelle Informationen zu den Gesundheitsausgaben Sachsen finden Sie auf den Seiten des Statistischen Landesamtes Sachsen.

Quelle:
Ranscht, A. (2009): Quantifizierung regionaler Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft – am Beispiel ausgewählter Metropolregionen, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
Ostwald, D. A (2008): Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.

Erstellt: 09.06.09 11:40:15
Letzte Änderung: 04.10.11 01:20:23 (oliver.fiala)